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Echte Chancengleichheit für Migrantinnen auf Arbeitsmarkt

Staatsministerin Maria Böhmer hat verstärkte Anstrengungen gefordert, um mehr Frauen aus Zuwandererfamilien den sozialen Aufstieg zu ermöglichen: "Chancengleichheit darf nicht nur auf dem Papier stehen. Wir brauchen eine Offensive für eine wirkliche gleichberechtigte Teilhabe."

© stockxpert/rmarmion
Böhmer fordert mehr Perspektiven für Frauen in Führungspositionen

Die Benachteiligung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt aufzuheben, besonders derer mit Migrationshintergrund, ist für Staatsministerin Maria Böhmer eine große Herausforderung. "Es ist wichtig mehr Migrantinnen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt zu bieten- auch in Führungspositionen." Diese Entwicklung wäre nach Ansicht von Böhmer auch durchaus logisch, da "junge Frauen mittlerweile bessere Bildungsabschlüsse als junge Männer erreichen - das gilt für Einheimische wie auch für Migrantinnen."

Mit ihren sprachlichen, sozialen und kulturellen Kompetenzen seien junge Migrantinnen für Unternehmen im internationalen Wettbewerb ein großer Gewinn. Dies müssten Unternehmen verstärkt nutzen. "Vielfalt ist eine Chance - gerade angesichts des demografischen Wandels", so Böhmer. "Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, bei der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen voranzukommen. Viele qualifizierte Frauen aus Zuwandererfamilien können ihr Wissen bisher nicht bei uns einbringen. Diese Migrantinnen fühlen sich jeden Tag ein Stück weit mehr abgelehnt. Deshalb brauchen wir dringend ein Anerkennungsgesetz noch in diesem Jahr", forderte Böhmer.


"In Deutschland sind Männer und Frauen gleichberechtigt"

Böhmer möchte auch nicht die Migrantinnen nicht vergessen, denen Entfaltungsmöglichkeiten völlig verwehrt bleiben: "Sie leben in Zuwandererfamilien, die traditionelle Strukturen ihres Herkunftslandes übernommen haben. Die Gleichberechtigung mit den männlichen Familienmitgliedern zählt nicht dazu! Wir müssen alles daran setzen, diese Frauen zu stärken." Dabei hofft sie auf die Mitwirkung der Migrantenorganisationen. "Sie können in die Migrantenfamilien das wichtige Signal aussenden: In Deutschland sind Männer und Frauen gleichberechtigt."

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