Tina: "Jugendliche haben Chancen auf Ausbildung"
Die TV-Moderatorin Tina Kaiser liebt es vor der Kamera zu stehen. In ihren Quizsendungen auf ProSieben und 9Live sorgt sie stets für gute Laune und satte Gewinne. Für Mixopolis stand sie Rede und Antwort und betonte, dass der Spaß in einem Beruf unbedingt dazu gehört.
 |
Tina, wie kam es dazu, dass du beruflich in den Medien aktiv wurdest?
Ach, eigentlich habe ich mich für die Medienbrache bereits seit meinem Germanistik-Studium interessiert. Da war mir bereits klar, dass ich kein 8 to 5-Job-Typ bin, sondern eher flexible Arbeitszeiten haben möchte.
In deinen Sendungen bist du permanent im Blickpunkt. Wie schaffst du es eigentlich immer so gut gelaunt vor der Kamera zu stehen? Gibt's da ein Geheimrezept?
Ich bin allgemein ein Mensch, der zu 98 Prozent immer gut gelaunt und optimistisch ist. Sollte es echt mal einen Tag geben, an dem das nicht so ist, versuche ich einfach an schöne Dinge zu denken und irgendwie schafft man es dann auch, den Tag professionell über die Bühne zu bringen. Ich brauche auch nicht viel, um glücklich zu sein. Da reicht ein neuer cooler Song aus und ich fahre strahlend in meinem Auto über die Leopoldstrasse.
Was ist schwieriger: Moderieren oder Modeln?
Schwierig ist eigentlich die Beantwortung dieser Frage. Denn: man kann sie nicht eindeutig beantworten. Es gibt Modeljobs, die super easy sind, und andere, nach denen man am Abend weiß, was man getan hat - weil man bei Minustemperaturen Wäsche fotografiert hat, oder der Fotograf unfreundlich war, und so weiter. Und ähnlich ist es auch beim Moderieren: da gibt's leichtere und anstrengendere Jobs. Wobei ich glücklicherweise fast nur mit netten Leuten zusammenarbeiten darf.
Neben dem Profisport ist auch die Medienbranche bei den Jugendlichen als Berufsbild heiß begehrt. Oftmals sorgt die Entscheidung für einen der zwei Bereiche aber für herbe Enttäuschungen, wenn der Erfolg ausbleibt. Hattest du zu Beginn auch Bedenken?
Nein, ehrlich gesagt nie. Ich habe ein abgeschlossenes Studium als Background und denke, wenn man etwas unbedingt möchte, kann man das mit viel Ehrgeiz und etwas Glück auch schaffen!
| Tina über Mixopolis |
|---|
| "Ich finde Mixopolis gut, weil hier aufgezeigt wird, dass auch Arbeiten cool sein kann." |
Und wenn es mit dem Medienjob nicht geklappt hätte?
Vielleicht wäre es dann ein Job hinter der Kamera geworden. Mich interessiert v.a. der Produktionsbereich. Ich habe auch bereits angefangen, in diesem Bereich etwas zu machen und mit meinem Kollegen einen Piloten produziert, den wir jetzt den Sendern anbieten wollen. Mal schauen, wie die Reaktionen sind. Ein ganz anderer Bereich wäre Tiermedizin. Ich wollte früher immer Tierärztin werden.
Welche Ziele hast du dir im Bereich Medien noch gesetzt? Welche Sendung würdest du sehr gerne moderieren?
Ich bin da wirklich nicht festgelegt und eigentlich offen für alles. Das hängt aber auch damit zusammen, dass ich wahnsinnig schnell begeisterungsfähig bin und mich viele Themenbereiche interessieren.
Das interkulturelle Online-Portal Mixopolis.de richtet sich an Jugendliche mit Migrationshintergrund und ihrer Lebens- und Berufsorientierung. Was würdest du der Jugend raten, wenn es um ihre Zukunft geht?
Viele Praktika zu machen, sich zu informieren und wenn es irgendwie möglich ist, einen Beruf anzustreben, der einem wirklich Spaß macht! Es gibt nichts Schlimmeres als Menschen zu erleben, die etwas machen, das ihnen gar keinen Spaß macht – und das so viele Jahre.
Was erhoffst du dir von einem Portal wie Mixopolis.de für die Jugend?
Dass sich die Jugendlichen informieren können – und das auf spannende und interessante Art und Weise. Und dass auch vor allem Jugendlichen mit Migrationshintergrund gezeigt wird, dass sie gute Chancen auf eine Berufsausbildung haben, wenn sie sich engagieren.