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Girls'Day im Ministerium ein voller Erfolg

Am Donnerstag wurde ein "Girls'Day – Mädchen Zukunftstag" auch im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW veranstaltet. Die anwesenden Jugendlichen zeigten großes Interesse für das Schwerpunktthema Berufsorientierung.

Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Frauenministerium

"Wir veranstalten in diesem Jahr zum dritten Mal den Girls'Day. Für die diesjährige Organisation möchte ich mich bei FUMA e.V., der RAA Hamm und dem Verein Schulen ans Netz bedanken, die dazu beigetragen haben, dass dieser Aktionstag hier im Ministerium durchgeführt wird", wertschätzte in ihrer Eröffnungsrede Dr. Marion Gierden-Jülich, Staatssekretärin im Frauenministerium, die Veranstaltung am Donnerstag im MGFFI in Düsseldorf, an der neben einer Gruppe aus jungen Frauen auch eine neunköpfige Gruppe junger Männer aus dem Kölner Stadtteil Mülheim teilnahm. "Es ist für die Jungen sehr wichtig, dass sie sich früh mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen. Daher sind solche Veranstaltungen sehr bedeutsam", eklärte ihre Lehrerin Gisela Theis, von der Realschule Lassallestraße in Köln.

Im Rahmen der Praxisarbeit interviewte die Gruppe der jungen Frauen Mitarbeiterinnen in der Verwaltung des MGFFI, die einen Migrationshintergrund haben. Inhaltlich orientierten sie sich unter anderem auf Fragestellungen wie sich Interkulturalität als Kompetenz in ihrer Arbeit einsetzen lässt. Besonderes Interesse lag dabei auch auf den persönlichen und fachlichen Voraussetzungen sowie den Erfahrungen der Mitarbeiterinnen auf ansonsten männerdominierten Arbeitsstellen.


Jungen erforschen die Aspekte Interkulturalität und Gender

Parallel machte sich die Gruppe der jungen Männer, mit dem Thema "Berufsorientierung bei jungen Männern aus interkultureller Perspektive am Beispiel des Friseurberufs", zu zwei Friseursalons in Düsseldorf auf. Vier Jugendliche besuchten mit ihren Begleitern einen deutschen Friseursalon, um Aspekte und Unterschiede im Vergleich zu einem türkischen Friseursalon darzustellen. Die zweite Gruppe besuchte einen türkischen Friseur und befragte Inhaber Mehmet Caglar, der vor vier Jahren nach Deutschland zugewandert ist, zu seinen Erfahrungen.

Auf die Frage, warum sich der türkische Friseurmeister dafür entschieden habe einen in Deutschland verstärkt weiblich dominierten Beruf auszuüben, entgegnete dieser: "Ich finde es eigentlich schade, dass in der heutigen modernen Zeiten weiterhin zwischen Frauen- und Männerberufen unterschieden wird. Jeder sollte offen und interessiert für jedweden Beruf sein und sich nicht von Stereotypen beeinflussen lassen", so Caglar, der gegenüber den Jugendlichen auch deutlich machte, dass der Beruf des Friseur nicht nur allein an der Tätigkeit Haare zu schneiden festzumachen ist: "Man ist ein wenig auch Psychologe und Ratgeber für alle Lebenslagen. Wenn man kommunikativ und gerne mit Menschen zusammen ist, dann ist dieser Beruf aufregend." Die Jugendlichen hinterfragten im Interview auch die Unterschiede zu einem deutschen Friseursalon und wie sich hierbei die interkulturelle Kompetenz bemerkbar macht. "Wir vermittelt vielleicht durch unsere offene und herzliche Art eine gewisse Vertrautheit. Die Tatsache, dass wir mehrsprachig sind sorgt natürlich auch für eine kulturelle Vielfalt beim Kundenbesuch. Man kennt auch die Eigenarten und Wünsche seiner Landsleute und kann besser auf sie eingehen."


Girls'Day: Wertvoller Beitrag für die Lebens- und Berufsorientierung

Eindrücke vom "Girls'Day" in Düsseldorf

Für den 15-jährigen Pietro hinterließ der Besuch im türkischen Friseursalon einen bleibenden Eindruck: "Der Friseurmeister war sehr offen. Wir haben gute Einblicke in die praktischen Tätigkeiten dieses Berufes erhalten." Zwei Jugendliche konnten sich auch gut vorstellen, nach der Schule eine Ausbildung zum Friseur anzugehen. Im deutschen Friseursalon erläuterte der italienische Friseurmeister Salvatore nicht nur Aspekte der Ausbildungsdauer und –inhalte, sondern wies auch daraufhin, dass "der Friseurberuf ein Handwerk ist und sich jeder, der diesen Beruf ausübt oder ausüben möchte sich unbedingt auch als Künstler verstehen sollte."


Zufriedene Gesichter zum Abschied

Im Anschluss an die Phase der Praxisarbeit, folgte im Ministerium eine Kurz-Präsentation der gewonnenen Eindrücke. Sowohl die Gruppe der jungen Frauen als auch der jungen Männer zeigte in kurzen Vorträgen, dass der Girls'Day im MGFFI einen wertvollen Beitrag für die Lebens- und Berufsorientierung dargeboten hat. Mit einer persönlichen Fragerunde an die Staatssekretärin Dr. Marion Gierden-Jülich endete schließlich der Aktionstag, der sowohl auf Seiten des Ministeriums als auch auf Seiten der Jugendlichen als wichtige und sinnvolle Unterstützung für die berufliche Zukunft angesehen wurde.

Der "Girls'Day – Mädchen Zukunftstag" wurde im Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit der FUMA Fachstelle Gender NRW, der RAA Hamm (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwanderungsfamilien) und Schulen ans Netz e.V. realisiert.

Mehr Infos zum "Girls'Day" gibt's hier:

>

www.girls-day.de

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