Runaway
Den Roman "Runaway" von Oscar Hijuelos hat Sandra für uns rezensiert. Er handelt von einem weißen Kubaner, der in einem Viertel für Farbige aufwächst und dort aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert wird.

Eine harte Geschichte.
Rico, stolz auf seine kubanischen Wurzeln, wird in den Straßen Harlems von den Farbigen diskriminiert, da er wie ein Weißer aussieht. Einzig und allein seine Freunde Jimmy und Guilberto, beide dunkelhäutig, halten zu ihm. Als Rico erst Guilberto verliert, der in Wisconsin das College besucht und bald darauf auch Jimmy aus den Augen verliert, verschlechtert sich die Situation für Rico. Seine Eltern schicken ihn auf das "Jo Mama's", eine Schule für Dunkelhäutige, und er sieht dort wie auch die Farbigen untereinander gewalttätig sind. Deshalb fängt Rico an die Schule zu schwänzen. Eines Tages begegnet er Jimmy wieder. Jimmy ist high, er ist auf Drogen, und Rico bleibt bei ihm und passt auf ihn auf. Als Ricos Eltern von der Schwänzerei erfahren, wollen sie ihn auf die Militärakademie seines Onkels schicken. Dann hat Jimmy einen folgenschweren Unfall: Während er high ist, setzt sich Jimmy selbst in Brand. Im Krankenhaus hilft Rico Jimmy von den Drogen weg zu kommen. Gemeinsam planen Rico und Jimmy daraufhin zu Guilberto zu reisen, um vor allen Problemen zu fliehen. Erfolgreich setzen sie diesen Plan um.
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In Wisconsin finden beide einen Job in der Nähe von Guilbertos Farm. Bald lernt Rico auf einem Jahrmarkt das Mädchen Sheri kennen und lieben. Dann jedoch verschlechtert sich die Lage für Rico. Er beginnt zu verstehen, dass er sich selbst in Schwierigkeiten gebracht hat, da er keinen Schulabschluss hat. Er sieht ein, dass er zur Schule gehen muss und dass er seine Eltern sehr verletzt hat. Mit Hilfe von Sheris Mutter, die Lehrerin ist, schafft Rico die Aufnahmeprüfung für eine angesehenen Schule in New York. Bald darauf lässt er die Vergangenheit und seine Freundin Sheri hinter sich und reist zurück nach New York.
Das Thema: Diskriminierung!
Das zentrale Thema dieses Romans ist die Diskriminierung und deren Folgen für betroffene Menschen. Meiner Meinung nach verdeutlicht der Roman sehr anschaulich, wie schlimm es sein kann, diskriminiert zu werden und mit Gewalt in seinem Umfeld aufzuwachsen. In Erinnerung an die 6oer Jahre in den USA, in denen Weiße die Farbigen diskriminiert haben, kann man die gleiche Situation jetzt in dem Roman andersherum betrachten. Hier wird ein Weißer von Farbigen diskriminiert. Zuweilen sieht man hier, was für Folgen das für einen Jugendlichen wie Rico haben kann: Er schmeißt die Schule und damit auch seine Chance auf eine gute Zukunft. Damit leitet der Autor den Leser auf ein weiteres wichtiges Thema: Die Schulbildung für Jugendliche.
Meine Meinung
Indem der Autor Rico später erkennen lässt, dass die Schule wichtig für ihn ist, erklärt er meiner Ansicht nach für wie wichtig er die Schule hält und damit appelliert er in meinen Augen an jeden, seine Ausbildung vernünftig abzuschließen, so wie auch Rico es schließlich macht.
Zum Schluss würde ich sagen, ist der Roman eine gute Abwechslung zu anderen Romanen. Er zentralisiert ein Problem, das es in der heutigen Gesellschaft immer noch sehr häufig gibt und das es zu beheben gilt. Denn niemand sollte aus welchen Gründen auch immer fertig gemacht werden!
von: Oscar Hijuelos
(349 Seiten)
Verlag: Fischer Verlag
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