Ein Projekt von Schulen ans Netz
Zur Startseite von Mixopolis 
MagazinClubsForenTrainigscenterMein Mixopolis
 
 
 

"Die Filmbranche ist gar nicht so einfach"

Die Schauspielerin Radost Bokel wurde berühmt durch ihre Rolle als "Momo". Aktuell begeistert sie die Zuschauer in der ZDF-Serie "Der Staatsanwalt". Im Interview mit Mixopolis spricht sie über ihre Anfänge und die Schwierigkeiten der Filmbranche.

Radost, wie geht es dir? Wie sieht es mit dem beruflichen Stress aus?
Danke, mir geht es gut. Wir haben die Dreharbeiten zu den neuen Folgen de ZDF-Serie "Der Staatsanwalt" erfolgreich beendet. Ich kann mich also nicht beklagen.

Stehen für dieses Jahr noch Filmprojekte an?
Ja, ein Kinofilm ist in Planung. Er soll den Titel "Freundschaft" haben und soll im Spätsommer realisiert werden. Dazu kommt womöglich noch ein Road-Movie, so eine Art Ost-Komödie.

Kaum fällt dein Name, dann folgt auch prompt der Bezug zu der Filmfigur "Momo". Nervt dich das, wenn du immer wieder darauf angesprochen wirst?
Ich finde, die Zeit als "Momo" gehört einfach zu meinem Leben dazu. Ich liebe diese Figur schließlich sehr. Natürlich gab es Zeitpunkte, wo es einen genervt hat, dauernd über "Momo" zu sprechen, aber ich bin darüber hinweg. Ich bin stolz auf meine Rolle als Momo. Noch heute bekomme ich zahlreiche Zuschriften wegen dieser Rolle. Das freut mich.

Mit gerade einmal zehn Jahren hast du die Rolle der "Momo" gespielt. Der Erfolg war riesig. Wie bist du als kleines Kind mit dieser Entwicklung klar gekommen? Hast du Erwartungsdruck gespürt?
Ich habe einfach meine Rolle gespielt. Alles was sich um mich herum abgespielt hat, habe ich dann einfach nicht ernst genommen. Otto Waalkes hatte damals mit Horst Wendlandt den selben Produzenten. Er hat mich einmal zur Seite genommen und mir gesagt, dass ich mich von nichts beeinflussen lassen und alles abblenden soll.

Die Filmbranche ist für die Jugendlichen auch sehr reizvoll. Was würdest du ihnen empfehlen, worauf sie achten sollten, wenn sie das Interesse zur Schauspielerei entwickeln?
Das Problem ist, die Jugendlichen denken es ist furchtbar leicht und einfach als Schauspieler zu arbeiten. Aber das ist es nicht. Ganz im Gegenteil: Du musst noch härter arbeiten, als in so manch anderen "normalen" Berufen. Als Selbstständige im Showgeschäft musst du eine doppelte Portion an Fleiß und Ehrgeiz mitbringen, ansonsten bist du schnell weg vom Fenster. Du hast einfach keine Sicherheiten. Es ist üblich, dass manche plötzlich über ein halbes Jahr Pause einlegen müssen, weil es keine Angebote gibt.


Radost über Mixopolis:
"Es sollte viel mehr solcher Portale geben, die den Jugendlichen einen sinnvollen Weg aufzeigen. Heutzutage ist dies nämlich nicht so einfach!"

Was macht für dich den Reiz im Showgeschäft aus?
Definitiv nicht der rote Teppich oder der Ruhm. Für viele andere ist dies der Sinn, die ziehen so etwas ein Leben lang durch. Aber ich finde, die Arbeit an sich sollte der Anreiz für diesen Beruf sein.

Also würdest du Jugendlichen nicht unbedingt die Filmbranche empfehlen?
Ich würde sagen, dass Schule und Ausbildung immens wichtig sind. Wenn man sich diese Sicherheit aufgebaut hat, dann kann man den Schritt in die Filmbranche wagen. Aber erst sollte eine Ausbildung kommen.


>

Zurück zur Übersicht

 
 
 

Mit dem Login akzeptiere ich die
Nutzungsbedingungen.
Noch nicht Mitglied?


 
Medienkompetenzförderung in  Ganztagshauptschulen