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"Jugendliche dürfen sich nicht entmutigen lassen"

Fußballstar Nigel de Jong wechselte von der Bundesliga in die Premier League. Im Mixopolis-Interview spricht er über seine Zeit beim HSV und die Zukunft der Jugend.

Nigel, wie fühlst du dich bei Manchester City in der Premier League?
Es ist eine tolle Liga und ich fühle mich gut. Der Abschied von Hamburg war natürlich nicht leicht. Dort hatte ich wundervolle Jahre.

Du warst drei Jahre beim HSV. Du warst Publikumsliebling. Wie wohl hast du dich in der Hansestadt gefühlt?
Es war schön von den Fans gemocht zu werden. Das zeigte, dass ihnen meine Leistung auf dem Rasen gefiel. Ich fühlte mich in Hamburg sehr wohl, bin dort Vater geworden und hätte auch sehr lange beim HSV bleiben können. Aber Transfers geschehen eben.

Die Kids beneiden Fußballprofis für ihren Beruf, weil man seinem Hobby professionell nachgehen kann, im Rampenlicht steht und zweifelsohne eine finanziell lukrative Tätigkeit ausübt. Entspricht dies eigentlich der Realität?
Als kleiner Junge habe ich auch immer davon geträumt, später mal Fußballprofi zu werden. Mir ist durchaus bewusst, dass ich mein Hobby zum Beruf gemacht habe und dass es mir sehr gut geht. Deshalb versuche ich jeden Tag hart an mir zu arbeiten und mich immer zu verbessern.

Welchen Einfluss übt der Faktor "Erfolgsdruck" auf dich und deine Kollegen aus?
Ein gewisser Druck ist bei einem Profi-Fußballer immer dabei, denke ich. Ich möchte am liebsten ja auch jedes Spiel gewinnen und meinen Teamkollegen geht es genauso. Deshalb setzt man sich auch ein Stück weit selber unter Druck. Und da Fußball sehr von öffentlichem Interesse ist, gibt es natürlich auch Druck von außen. Doch damit muss man leben können.


Nigel über Mixopolis:
"Ich finde Mixopolis gut, weil es Jugendlichen hilft, ihre Lebensplanung ein Stück leichter zu machen."

Wie wichtig ist eine berufliche Absicherung?
Es wird nie von Nachteil sein, wenn man sein Abitur macht oder eine Ausbildung. Deshalb ist es natürlich gut, wenn man beides unter einen Hut bringen kann.

Du hast schon früh mit Fußball begonnen. Was wäre, wenn es nicht mit dem Beruf des Profifußballers geklappt hätte?
Mein Opa hat 40 Jahre für Opel gearbeitet, ich bin also mit Autos aufgewachsen und habe mich schon immer dafür interessiert. Deshalb hätte ich sicher etwas mit Autos gemacht.

Nigel, das interkulturelle Online-Portal Mixopolis.de richtet sich an Jugendliche mit Migrationshintergrund in der Phase der Lebens- und Berufsorientierung. Was würdest du Jugendlichen raten, wenn es um die Planung ihrer Zukunft geht?
Dass sie sich rechtzeitig Gedanken über ihre Zukunft machen sollten. Ich kann mir vorstellen, dass es für viele schwer ist und sie nicht wissen, wohin der Weg gehen soll. Doch man sollte sich nie entmutigen lassen. Und wenn man von etwas überzeugt ist, dann sollte man es konsequent tun.

Was erwartest du vom Portal Mixopolis?
Es ist grundsätzlich gut für die Jugend, wenn es solche Portale gibt. Man kann sich informieren und Ideen aufsammeln.


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