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Nachlese zum 5. Mentoren-Workshop

Ganz anders als sonst verlief der Workshop der E-Mentoren  im Juni: keine Gruppenarbeiten, keine Flowcharts oder sonstige Präsentationen. Ein Rückblick von Metin Öktem und Ali Dogan.

Nachdem die drei neuen E-Mentoren Merdan-Ali, Suzan und Zeliha von der Gruppe herzlich begrüßt wurden, ging es diesmal auf eine Weltreise quer durch Köln, einer Stadt mit vielen Kulturen und rund 170 Nationen. Da lohnt es sich auch mal hinter die Kulissen zu schauen und mehr über die Menschen zu erfahren.

Unter der Reiseleitung von Thomas Bönig hieß unsere erste Station "China". Viele wissen einiges über das große Land. Aber was denken die Chinesen über uns? Baibizi werden wir Europäer von den Chinesen genannt, das bedeutet "Großnasen". Es sei eine neutrale Bezeichnung, so versichert uns die sehr höfliche und zurückhaltende Frau Di Xing aus den Asia Lifestyle Shop. Jede Kultur habe ihre schönen Seiten und man solle diese Vielfalt erhalten.


Mentoren auf Weltreise

Weiter auf unserer Reise treffen wir im indischen Viertel Kölns Raju Karamban. Er kommt aus Südindien und unterrichtet u.a. seit dem Jahr 2000 eine Indische Kampfkunst: Kalaripayattu, oder auch nur Kalari genannt. Sie wird seit Jahrhunderten gelehrt und ist tief verwurzelt in der indischen Kultur. Er selbst hat sie von Kindheit an trainiert.  Es ist viel mehr eine Philosophie und eine Lebensweise als ein Kampfsport und erinnert ein bisschen an das brasilianische Capoeira, erklärt uns Raju. Kalari ist eine Mischung aus Choreographie und Bewegungskunst. Dies ließen sich die E-Mentoren nicht nur mit einer Stockkampf-Vorführung zeigen, sonder krempelten ihre Hosenbeine hoch und ließen sich einige Grundschritte beibringen. Schnell fanden einige E-Mentoren heraus, dass es leichter aussah als es in Wirklichkeit ist. Es bedarf an Kondition und Beweglichkeit mit geübter Beinkoordination für einen festen Stand und natürlich auch die Kraft für die Ausführung. Alles in allem ein anspruchvolles Training. "Techno-Musik unterstützt die Trainingseinheiten am besten" verrät uns Raju. Interessant war insbesondere der indisch-englische Dialekt mit dem Raju uns die Hintergründe von Kalari erklärte. Für ungeübte Ohren kaum als Englisch erkennbar hörten wir uns jedoch mit der Zeit in diesen ungewöhnlichen Dialekt hinein.


Kultur, Kunst und Sport vereint

Nach dieser körperlichen Anstrengung gingen wir weiter zu einem Atelier, das gleichzeitig auch die Galerie von dem tunesischen Künstler Rachid Allagui war. Sogar der ehemalige französische Staatspräsident Jacques Chirac ist im Besitz eines Kunstwerkes von Herrn Allagui. "Ich male über Situationen, die mich beeindrucken und faszinieren" erklärt Herr Allagui. Er fühlt sich in Köln wohl. Viele seiner Werke erzählen von Geschehnisse in und über Köln. Jede Mentorin und jeder Mentor durfte sich aus einer riesigen Sammlung  eine Skizze aussuchen und sie signieren lassen. Sie werden diese sicher in Ehren halten.

Mittlerweile neigte sich die Reise dem Ende zu. Die letzte Station war ein indischer Kulturabend im Kölner Filmhaus in der Maybachstraße. Neben Musik und Tanz durfte man indische Leckereien probieren und bei einem Bollywood-Tanz zuschauen.

Es ist klar geworden, dass in Köln und sicher in allen Teilen Deutschlands, eine Vielzahl an Kulturen und Nationen vertreten sind. Diese kleine Weltreise ermöglichte uns einen direkten und unverfälschten Einblicke zu denen man nicht immer die Gelegenheit hat. Sogar als Kölner kann man nicht sagen, dass man alles in seiner Lieblingsstadt kennt!

Nach dieser Weltreise fühlten sich die meisten von uns körperlich geschafft. Der Hunger hatte sich bei allen ausgebreitet. So war das späte gemeinsame Abendessen ein allseits willkommener Tagesausklang.


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