Gesucht: Lehrer mit Migrationshintergrund
Sie kennen die Jugendlichen mit Migrationshintergrund wohl am besten: Lehrer und Pädagogen, die ebenfalls eine Zuwanderungsgeschichte haben. Denn: Sie können als Vorbilder dienen und den Schülern und Jugendlichen zeigen, dass auch sie gute Chancen haben.

Ihre Sprachen sprechen können und ihr Verhalten besser deuten – dies sind nur zwei Eigenschaften, die Menschen mit interkulturellen Kompetenzen ihr Eigen nennen können. In der Schule oder in der Arbeit mit Jugendlichen, die einen Migrationshintergrund haben, können diese Eigenschaften sehr von Nutzen sein. Besonders in den Klassenzimmern, wo an manchen deutschen Schulen die kulturelle Vielfalt intensiv ausgeprägt ist, sind Lehrer und Pädagogen mit einer Zuwanderungsgeschichte enorm bedeutsam.
Doch gegenwärtig sind im Gegensatz zu den Klassenzimmern die Lehrerzimmer wenig "kulturell vielfältig". Nicht einmal drei Prozent aller Lehrkräfte bundesweit stammen aus Migrantenfamilien. Dass Pädagogen und Lehrer mit einer Zuwanderungsgeschichte und ihrer doppelten Kompetenz in der deutschen Sprache und der Herkunftssprache sowie ihren Erfahrungen in verschiedenen Kulturen eine bedeutende Mittlerfunktion einnehmen und die interkulturelle Öffnung und Qualifizierung an deutschen Schulen fördern können, lässt sich zweigfelsohne nicht abstreiten.
Bundesländer werben für den Lehrerberuf
| Wichtig! |
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| Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes NRW hat in ihrem Aktionsplan Integration auf die Notwendigkeit mehr Lehrer mit Migrationshintergrund einzustellen hingewiesen! |
Die Hauptstadt Berlin versucht mit ihrer Aktion
"Berlin braucht dich" Jugendliche für Ausbildungsplätze zu begeistern, u.a. für den Lehrerberuf: "Lehren heißt Wissen weitergeben. Noch bist du selber Schüler. Aber wenn dir Schule Spaß macht, kannst du schon bald selbst vor einer Klasse stehen. Als Lehrer hilfst du Schülern dabei, sich Wissen und Bildung anzueignen. Damit unterstützt du sie dabei, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und in der Gesellschaft erfolgreich zu sein."
Das Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein Westfalen hat in ihrem Aktionsplan Integration auf die Notwendigkeit mehr Lehrer mit Migrationshintergrund einzustellen ebenfalls hingewiesen: "Die Landesregierung wird verstärkt bei den Schulen dafür werben, dass diese bei der Ausschreibung und Auswahl von Lehrkräften Bewerberinnen und Bewerber mit Zuwanderungsgeschichte ansprechen und zur Bewerbung ermuntern. Sie wird außerdem Abiturientinnen und Abiturienten mit Zuwanderungsgeschichte dazu ermuntern, sich für den Lehrerberuf zu entscheiden." Das Schulministerium von NRW weist daraufhin, dass rund 30 Prozent der Schüler einen Migrationshintergrund haben, jedoch die Quote bei den Lehrern bei unter drei Prozent liegt. Barbara Sommer, die zuständige Ministerin, unterstrich hierbei besonders die Vorbildfunktion der Lehrer mit Migrationshintergrund, die Bildungs- und Integrationschancen aufzeigen würden.
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