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Aktiv für den interkulturellen Dialog

Der 24-jährige Fehmi Yüksel studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) und ist auch gesellschaftlich engagiert. Im Interview mit dem Jugendportal Mixopolis spricht der Student mit Migrationshintergrund über seine Ziele und seine Zukunftswünsche für Deutschland.

Fehmi Yüksel interessiert sich sehr für Wirtschaft und Politik. Neben seinem Studienfach Wirtschaftsingenieurwesen an der RWTH Aachen ist Fehmi, der einen türkischen Migrationshintergrund besitzt, Mitglied des Studierendenparlament der Uni und zudem im Integrationrat der Stadt Mönchengladbach. Für Fehmi passen Wirtschaft und Politik gut zusammen:  "Ich werde vielleicht in einem Unternehmen arbeiten, wo ich Entscheidungen treffen muss, die viele Leute beeinflussen werden."

Fehmi, du studierst Wirtschaftsingenieurwesen. Welche Gründe stecken dahinter?
Ich werde vielleicht in einem Unternehmen arbeiten müssen, wo ich Entscheidungen treffe, die viele Leute beeinflussen werden. Wirtschaftliche Entscheidungen triffst du mit Menschen, für Menschen. Letztendlich ist der Mensch nicht für die Wirtschaft da, die Wirtschaft ist für die Menschen da. Das mag für viele naiv klingen, aber ich glaube, es ist schon eher eine Ideologie, die dahinter stecken sollte.


Die Antwort zum REINHÖREN


Du bist Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung. Was ist bei der Stipendiensuche wichtig?

Es ist wichtig, dass man gute Noten hat. Man sollte sozial engagiert sein. Man kann sich nicht bei der Friedrich-Ebert-Stiftung und bei der Konrad-Adenauer-Stiftung bewerben, das sind politisch unterschiedlich orientierte Stiftungen. Es ist auch wichtig, dass man im Vorstellungsgespräch natürlich bleibt. Man kann nicht alles beantworten. Wenn man etwas nicht beantworten kann, dann sagt man dies einfach.

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Du bist ein Mitglied des Integrationsrates in Mönchengladbach  Was ist dein Ziel?

Es ist wichtig, dass sich die Leute kennen lernen und sich öffnen. Ich habe in dieser Arbeit eine Chance gesehen aktiv dazu beizutragen. Es müssen viel mehr Wände abgerissen und Brücken – mit den gleichen Steinen - gebaut werden.

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"Menschen müssen offener werden"

Kurz-Info über Fehmi:
Fehmi ist das erste Kind der dritten Generation einer türkischen Einwandererfamilie. Seine Eltern gründeten ein Taxi-Unternehmen, das sie bis heute betreiben. Fehmi wird als Stipendiat seit Anfang 2007 durch die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) gefördert.

Du hast einen türkischen Migrationshintergrund. Wie gut fühlst du dich integriert?
Ich glaube, wir sind einfach eine neue Generation, so muss man das sehen. Wir sind nicht alleine deutsch, wir sind nicht alleine türkisch, wir sind beides, das muss man einfach akzeptieren. Man darf sich nicht zwischen zwei Stühlen hin und her zerreissen lassen. Es ist wichtig, dass man sich zu beiden bekenn. Vielfalt ist eine Chance, die muss man nutzen. Deshalb muss man Integration in beide Richtungen fördern.


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"Integration in beide Richtungen fördern"

Ist Bildung der Schlüssel zur Integration in die Gesellschaft und die Arbeitswelt?
Der Schlüssel zu Integration ist: Offenheit und Sprache lernen. Das sind zwei wesentliche Dinge, die die Integration fördern und vor allem Vorurteile abbauen.


REINHÖREN


Hast du eigentlich Vorbilder?

Die größten Vorbilder waren meine Eltern. Sie haben mir immer Tür und Tor geöffnet. Meine Onkel waren immer ein große Vorbilder. Die haben auch studiert. Ich kann mich erinnern, wenn ich sie als Kind gesehen habe, wie sie Bücher Büchern gelesen haben, da habe ich Lust dazu bekommen.

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Wie sollte in deinen Augen die Zukunft in Deutschland aussehen?

Ich träume von einem Deutschland, das offen ist für die Menschen und man keine Wände zwischen den Menschen baut, sondern Brücken. Ich würde gerne in den nächsten Jahren für die Menschen weiter aktiv sein. Und gemeinsam mit den Menschen dazu beitragen, dass der interkulturelle Dialog fortschreitet.

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