Die Outsider - ein zeitloses Buch
Mit nur 16 Jahren schrieb Susan E. Hinton ein Jugendroman, der zum Klassiker wurde. Ali Sirin hat ihn für uns gelesen.

Eine Geschichte über jugendliche Außenseiter
In manchen Büchern zu schmökern kommt vor, aber ein Buch regelrecht verschlingen? Gibt's so was? Ja! Dies träfe auf das Buch "Die Outsider" der amerikanischen Autorin Susan E. Hinton zu. 1967 schrieb sie als 16-Jährige dieses Buch über rivalisierende Gangs in einer amerikanischen Kleinstadt und traf "den Nerv der Zeit". Ihr Erstlingswerk wurde zu einem Klassiker, der 1983 vom Regisseur Francis Ford Coppola verfilmte wurde. Der dtv-Verlag hat das Buch "Die Outsider" von Andreas Steinhöfel neu übersetzen lassen.
Aus der Perspektive des Ich-Erzählers Ponyboy Curtis werden die Leser in die konfliktreiche Welt einer Kleinstadt namens Tulsa entführt, in der sich die Gangs "Greaser" und "Socs" bekämpfen. Eigentlich ist es ein "Klassenkampf", denn Greaser sind Kinder aus Arbeiterfamilien und die Socs Kinder reicher Eltern. Während die Greaser in der Eastside ihr Dasein fristen, leben die Socs in der Westside.
Sie verachten einander und gönnen sich nichts, lediglich in der Gewalt suchen und finden die Jugendlichen einen Sinn im Leben.
Dem Schicksal trotzen
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Ponyboy lebt mit seinen Brüdern Darrel und Sodapop zusammen, die trotz aller Widrigkeiten ihrem Schicksal zu trotzen versuchen. Ihre erweiterte Familie ist die Gang der Greaser, ein Haufen interessanter Charaktere: der wilde und unberechenbare Dallas Winston, der Witzbold Matthews Two-Bit, der vorwitzige und helle Steve Randle und der sensible Johnny Cade. Sie sind eine fast eingeschworene Bande, die zusammen hält, aber sich mit vielen Problemen herum plagen muss. Scheinbar sind alle cool und resistent gegenüber Gefühlen. Aber im Lauf der Geschichte kommen die freundschaftlichen Gefühle zueinander zutage, zumeist zu spät. Herzlos sind sie nicht. Sie alle haben sich aus Schutz eine gewisse coole Haltung, eine Attitüde, auferlegt. Doch alle leiden darunter. Aber in einer Welt der Gewalt werden Gefühle und Zuneigung als Schwäche interpretiert. Der Konflikt der Gangs eskaliert, als ein Socs ums Leben kommt, eine Gewaltspirale beginnt und die Curtis-Familie wird vor eine Zerreisprobe gestellt. Ponyboy lernt, dass die Dinge nicht immer so sind, wie sie zu sein scheinen, denn nicht nur Greaser haben ihre lieben Sorgen, auch die Socs.
Mein Fazit
Dieses Buch lässt sich sehr gut lesen, die Charaktere werden einfühlsam vorgestellt. Eine Geschichte der Freundschaft, die man nicht nur als Film sich ansehen sollte, sondern auch als Buch "lesend verschlingen" sollte. Zum Glück hat die Autorin weitere literarische Werke, die gelesen werden wollen.
Die Outsider
(240 Seiten)
von: Susan E. Hinton
Verlag: dtv
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