Die TD-IHK als "Brückenbauer"
Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland stärken, deutschen Unternehmen bei Geschäftsbeziehungen in der Türkei helfen und türkischen Unternehmen den Weg nach Deutschland ebnen - dies sind die Kerngeschäfte der TD-IHK.
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| Holger Hey von der TD-IHK |
Für das in Köln ansässige Unternehmen geht es als Kontakt- und Beratungsplattform immer wieder um den ständigen Ausbau von Netzwerken sowie um das Erleichtern des bilateralen Wirtschaftens. "Seit unserer Gründung verstehen wir uns als Brücke zwischen den Wirtschaftsnationen Türkei und Deutschland. Wir bieten türkischen Unternehmen umfassende Informationen, Service und Kontakte, um in Deutschland Marktchancen zu nutzen, Geschäftspartner zu finden oder eine Firma zu gründen", berichtet Holger Hey von der TD-IHK.
"Umgekehrt unterstützen wir gemeinsam mit unseren Partnern in der Türkei deutsche Unternehmen dabei, auf dem türkischen Markt Fuß zu fassen oder dort zu investieren", so Hey weiter. In den letzten Jahren ist das Handelsvolumen zwischen Deutschland und der Türkei auf ca. 23 Milliarden Euro gestiegen. Rund 3.500 deutsche Unternehmen haben seit 1980 bis heute ca. 4,5 Milliarden Euro in der Türkei investiert und bilden somit eine große Investorengruppe. Nicht nur die Investitionstätigkeiten von Unternehmen mit Sitz in der Türkei, sondern auch die Zahl der in Deutschland lebenden türkischen Unternehmer prägen diesen dynamischen Kurs. Mittlerweile haben ca. 65.000 Unternehmen in Deutschland rund acht Milliarden Euro investiert und circa 360.000 Arbeitsplätze geschaffen. Insgesamt erzielen sie einen jährlichen Umsatz von 30 Milliarden Euro und leisten einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Integration.
"Erfolgreiche Brücke der Wirtschaft und Integration"
| Wann enstand die TD-IHK? |
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| Sie wurde im Rahmen eines Abkommens zwischen dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Union der Türkischen Kammern für Handel, Industrie, Seehandel und Warenbörsen (TOBB) am 22. Oktober 2003 gegründet. |
"Auf starke Pfeiler gestützt, ist aus unserer Kommunikations- und Kontaktplattform längst eine erfolgreiche Brücke der Wirtschaft und Integration geworden", so Hey. Einen wichtigen Handlungsbedarf sieht die TD-IHK bei der beruflichen Integration. Hier legt sie Wert auf die Ausbildung bilingualer Fach- und Führungskräfte. Die von der TD-IHK initiierte Kampagne "1000 neue Ausbildungsplätze in Unternehmen mit Migrationshintergrund" soll hier helfen.
"Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund haben es nach wie vor schwer, sich am deutschen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erfolgreich zu behaupten und zu integrieren" argumentiert Fuat Inceoglu, Ausbildungsmanager des Projekts. Das setzt vor allem auch voraus, dass man Unternehmer und Jugendliche mit Migrationsgeschichte für eine adäquate (Berufs-)Ausbildung motiviert und sensibilisiert. Eine Studie zum Ausbildungsverhalten von Unternehmern mit Migrationshintergrund (insbesondere von türkischstämmigen Unternehmern) belegt, dass das größte Hindernis bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen die Unsicherheit der Unternehmer hinsichtlich der bürokratischen Anforderungen und Voraussetzungen ist. "Aus diesem Grund versuchen wir in enger Zusammenarbeit mit ausbildungsorientierten Institutionen, Arbeitsagenturen und Kammern die Unternehmen hinsichtlich der administrativen Anforderungen zu beraten und in der gesamten Ausbildungszeit als Ansprechpartner beizustehen", ergänzt Inceoglu.
Ausbildungskoffer als Ratgeber
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| Nurdan Kurt ist Auszubildende bei der TD-IHK und E-Mentorin bei Mixopolis |
"Auch Jugendliche mit Migrationshintergrund profitieren hiervon. Sie werden vom TD-IHK-Ausbildungsteam während der gesamten Ausbildung zielführend auf eine Beschäftigung im Unternehmen über die Ausbildung hinaus beraten und betreut", erläutert Mehmet Kanatli, ebenfalls Ausbildungsmanager der TD-IHK. Ein Ausbildungsberatungskoffer (derzeit in Deutsch und Türkisch) soll Jugendliche ebenso wie Unternehmer bei Bewerbungsverfahren informieren. Bislang wurden mehr als 325 neue Ausbildungsplätze akquiriert.
Positive Erfahrungen hatte auch die 20jährige Auszubildende Nurdan Kurt sammeln können: "Vor zwei Jahren bin ich auf der Berufe Live Messe in Köln auf die TD-IHK zugekommen und habe gefragt, wie es mit einem Ausbildungsplatz aussieht. Seit dem mache ich hier eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Ich finde, dass der Weg in die Ausbildung nicht immer nur von guten Noten abhängig ist, sondern auch von Teamfähigkeit, Höflichkeit, Motivation, sprachlichen Kompetenzen und vielem mehr. Es ist eine sehr große Bereicherung beide Sprachen (Deutsch und Türkisch) im Arbeitsleben einzusetzen." Aktiv einbringen möchte sich Nurdan Kurt deshalb auch bei Mixopolis, um über ihre eigenen Erfahrungen zu berichten, sich mit anderen Jugendlichen auszutauschen sowie mit Rat und Tat den jungen Usern zur Verfügung zu stehen.
Mehr Informationen zur TD-IHK findest du unter: www.td-ihk.de.
Infos, Berichte, Beratungskoffer und die Ausbildungsplatzbörse des TD-IHK-Projekts findest du unter: www.tdihk-ausbildungsprojekt.de.