Ein Projekt von Schulen ans Netz
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BOB macht Schüler fit für Bewerbungen

Bevor es ernst wird mit den Bewerbungsgesprächen, sollten Schüler "proben". Viele Schulen simulieren daher Bewerbungsgespräche, um die Schüler vorzubereiten. Schüler/-innen von Haupt-, Förder- und Gesamtschulen in NRW haben die Möglichkeit an den eigens dafür eingerichteten Berufsorientierungsbüros, auch BOB genannt, zu Proben.

Berufsorientierungsbüro Falkschule Hamm
Beispiel eines Berufsorientierungsbüros in der Falkschule Hamm

Wer kennt nicht das flaue Gefühl im Magen, wenn man kurz vor einem Vorstellungsgespräch steht? Ein oder zwei Augenpaare mustern dich von oben bis unten, bis du deinen Platz vor dem Schreibtisch eingenommen hast. Aber um dieses flaue Gefühl ein wenig einzudämmen oder sogar völlig aufzuheben, gibt es ein neues Projekt, mit dem freundlich klingenden Namen BOB.

Der "Ernstfall" wird in den Schulen zwar immer wieder simuliert, doch in den gewöhnlichen Klassenräumen wirkt das ganze einfach nicht authentisch genug. Um eine reale Umgebung zu schaffen, wurde daher BOB ins Leben gerufen. In dem für diesen Zweck umgestalteten ehemaligen Klassenzimmer, können die Schülerinnen und Schüler Bewerbungsgespräche simulieren und an Sprechstunden teilnehmen. Dabei werden die Zehntklässler von erfahrenen Mitarbeitern beraten und geschult.

Selbstverständlich wird das BOB nicht nur für Übungszwecke genutzt, die Schüler können sich zudem mit berufsbezogenen Informationen, wie z.B. Zeitungsartikel, Literatur, Filme, Beispiel-Bewerbungsmappen, Berufs-Infowände oder Praktikumsanzeigen versorgen. Eltern und Berater können sich hier ebenfalls einnisten und das BOB als Büro nutzen, um die Berufs- und Studienorientierung der Kinder zu koordinieren.


Jede Schule kann einen BOB haben

Ermöglicht wird dieses Projekt an den Schulen über die finanzielle Unterstützung der Stiftung "Partner für Schule", die in einer Nachvergabeaktion auch eine Realschule mit ins Boot genommen hat. An der Realschule Broich in Mülheim an der Ruhr wird derzeit auch ein BOB angeboten.

Lokale Sponsoren und Eltern der Schüler haben in Mülheim an der Ruhr dieses Projekt finanziell unterstützt, weil sie in diesem Projekt eine gute Vorbereitung für das Berufsleben ihrer Kinder sehen. Mit 5.000 Euro wurde die Schule für "Maßnahmen und Einrichtung" des BOB unterstützt. Vom Erfolg des Projektes BOB ist Wolfgang Dahm, Schulleiter der Realschule Broich, überzeugt. Ihn stimmt die steigende Anzahl der Schüler, die in die Ausbildung gehen, mehr als optimistisch. Dahm beziffert diese mit über 30 Prozent.

Kann eigentlich jede Schule von der Förderung profitieren? "Ja, solange einige Voraussetzungen gegeben sind. Die Schulen müssen in Absprache mit dem Schulträger einen Raum zur Verfügung stellen und auch die dauerhafte Unterhaltung des BOB gewährleisten können", erklärt Projektleiterin Jennifer Löbach von Partner für Schule NRW. Die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit fördert die Bereitstellung notwendiger Ressourcen, um die Projekte im BOB durchzuführen. Themenbereiche können beispielsweise sein: Berufskunde, Bewerbungssimulation, Präsentationsschulung und Verhaltenstraining.

 
 
 

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