Ein Projekt von Schulen ans Netz
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Bildungschancen von Migranten erhöhen

Dass junge Migranten auf dem Ausbildungsmarkt mit Barrieren konfrontiert werden, ist nach Ansicht vieler Studien bekannt. Doch die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer und das Deutsche Handwerk ergreifen nun die Initiative, um die Bildungschancen zu erhöhen.

Die Bildungschancen von Migranten sollen erhöht werden, dass wollen die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer und das Deutsche Handwerk erreichen.

"Mit der Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen an Migranten können Unternehmen dem drohenden Fachkräftemangel vorbeugen und gestärkt aus der Krise hervorgehen", sagte Staatsministerin Böhmer auf einer Pressekonferenz mit dem Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler, in Berlin. Das Handwerk will mit gutem Beispiel vorangehen. Der Zentralverband des Handwerks stellte sein Positionspapier "Migration und Integration - Chancen der Vielfalt nutzen" vor.

"Viele Handwerksbetriebe nutzen die Chancen der Vielfalt. Sie setzen auf die Potenziale der Migranten wie Mehrsprachigkeit und kulturelles Wissen. Zugleich geben sie Migranten die Chance für eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Das ist ein wertvoller Beitrag für das Zusammenleben in unserer Gesellschaft. Integration verläuft vor allem über den Arbeitsmarkt", stellt Staatsministerin Böhmer die Vorzüge des Handwerks in den Vordergrund.


Klischees sollen in Zukunft verblassen

Die Zeiten, in denen Klischees wie das Faible der jungen Migranten für Berufe wie Friseur oder KFZ-Mechaniker, sollen endlich der Vergangenheit gehören. Dass sie aktuell ein realistisches Bild abgeben, bleibt unbestritten. "Mein Bruder hat KFZ-Mechaniker gelernt und ich lerne jetzt den Beruf des Mechatroniker", erklärt der 17-jährige Dursun. Auch der 16 Jahre alte Marek begeistert sich für den KFZ-Bereich: "Ich will KFZ-Mechatroniker werden, weil mich Autos und Technik begeistern." So positiv die Tatsache ist, dass diese beiden Jugendliche eine Ausbildungsstelle haben, Maria Böhmer weiß auch, dass es Migrantenkinder auf dem Arbeitsmarkt schwerer haben als Einheimische. "Die Länder müssen die Schulen mit einem hohen Migrantenanteil noch stärker fördern. Nur so können die Ziele des Nationalen Integrationsplans erreicht werden. Die Länder hatten zugesagt, bis 2012 die Leistungen der ausländischen Schüler denen der deutschen anzupassen und die Zahl der Schulabbrecher bis 2015 zu halbieren", gibt sich Böhmer optimistisch für die Zukunft.

Ihr Appell an die Jugendlichen mit Migrationshintergrund: "Strengt Euch an, damit der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt. Eine Ausbildung ist die Eintrittskarte für eine erfolgreiche Zukunft. Deshalb ist es wichtig, bei der Berufswahl flexibel zu sein und sich nicht auf einen 'Traumjob' festzulegen. Wer seine Chancen nutzt, kann den sozialen Aufstieg in unserem Land schaffen."

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