"Abenteuer Vielfalt: Interkulturalität als Chance"
Vorbilder nutzen und strukturelle Fragen angehen
Ulla Ohlms vom Ministerium für Schule NRW betonte, dass die vielen positiven Beispiele von Migration mehr beachtet werden sollten. Oft werde zudem die Religion statt der sozialen Herkunft in den Vordergrund gestellt. Serdar Akin, E-Mentor bei Schulen-ans-Netz-Projekt Mixopolis, sieht vor allem strukturelle Probleme als Ursache für die schlechten Voraussetzungen Jugendlicher mit Migrationshintergrund: Das selektive Schulsystem und die starke Bündelung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund an einzelnen Schulen sind für ihn durch grundlegende Reformen anzugehen.
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V.l.n.r.: Prof. Fthenakis (Didacta-Präsident), Ministerin Schavan, Maria Brosch und Manfred Kremer (BIBB) |
Digitale Medien als Chance
Christiane Meisenburg (Lehrerin), Maria Brosch (Geschäftsführender Vorstand Schulen ans Netz e. V.) sowie Serdar Akin brachten verstärkt das Thema "Medien als Chance" ins Spiel. Alle drei betonten die große Motivation von Schülerinnen und Schülern beim Thema Medien und Lernen. Meisenburg, die mit ihrer Klasse ein internationales eTwinning-Projekt durchgeführt hatte, sieht die digitalen Medien als besonders hilfreich an, um auch in einer großen Klasse auf einzelne einzugehen und Einzelne zu fördern: "Ich wünsche mir, dass mehr Schulen so gut technisch ausgestattet sind wie wir". Die Lehrerinnen und Lehrer müssten natürlich ebenfalls über Medienkompetenzen verfügen und sich an die neuen Medien heran wagen. Boos-Nünning betonte, dass Medienkompetenz mittlerweile ein unerlässliches Kriterium bei der Bewerberauswahl sei und Maria Brosch forderte: "Kommunen, Politik und Wirtschaft sollten sich zusammentun, um die Schulen besser auszustatten und Medienkompetenz zu fördern."
Maria Brosch stellte zudem das Schulen-ans-Netz-Projekt Mixopolis vor, bei dem Akin mitwirkt. Mit der interkulturellen Plattform sollen Stärken von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund gefördert werden. Dabei helfen erfolgreiche und junge Vorbilder mit Migrationshintergund: E-Mentoren wie Serdar Akin beraten online und geben Tipps. Darüber hinaus verweist das Portal auf hilfreiche Inhalte im Netz und stärkt den Austausch der Jugendlichen durch die Kommunikationsmöglichkeiten in der Community.
Kurz nachgefragt...
Frau Sevindim, wie kann man Jugendliche mit Migrationshintergrund besser integrieren?